Matching Supply and Demand in enterprise-based Training: Which role does training consultation play?
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Abstract
Weiterbildung unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Lernen in der allgemeinbildenden Schule oder in der beruflichen Erstausbildung. Sie ist wesentlich flexibler und weniger standardisiert, weil sie sich an den spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes oder individuellen Anforderungen ausrichten lassen muss. Ein optimales Matching zwischen Angebot und Nachfrage setzt daher voraus, dass die Weiterbildungsanbieter mit ihren Kunden (Unternehmen, Betriebe, Lerngruppen, individuelle Lerner etc.) kommunizieren. Der vorliegende Beitrag stellt die qualitativen und quantitativen Ergebnisse eines europäischen Forschungsprojektes vor, in welchem 70 leitfadengestützte Interviews mit Anbietern durchgeführt und 253 Anbieter in schriftlicher Form in den sieben am Projekt beteiligten Ländern (Österreich, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Litauen) zu ihren Kooperationen mit Betrieben befragt wurden. Insgesamt stellt sich die Kooperation zwischen Unternehmen und Weiterbildungsanbietern als eine Dienstleistung dar, für die gegenseitiges Vertrauen, gute Vorerfahrungen und informelle Kontakte von enorm großer Bedeutung sind. Gute Kooperationen werden oftmals über Jahre hinweg fortgesetzt, während Anbieterwechsel häufig erst nach auffallend schlechten Weiterbildungsergebnissen vollzogen werden. Eine regelmäßige Marktbeobachtung führen nach Erfahrung der Anbieter nur die wenigsten Unternehmen in Europa durch. (BIBB-Doku)