"Bologna" - ein neu-europäischer "Mythos"?

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"Thema des Artikels sind der so genannte Bologna-Prozess und die mit ihm in Gang gesetzte, historisch beispiellose Diffusion eines abstrakten Modells für die Neuordnung und europaweite Harmonisierung von Studienstrukturen und Hochschulabschlüssen. Dieser Vorgang wird als europäischer Sonderfall von Prozessen der weltgesellschaftlichen Verflechtung und Angleichung im Bildungsbereich begriffen. Insofern macht sich der Artikel Einsichten und Begriffsmittel entsprechender Forschungsansätze, zumal solche des amerikanischen Neo-Institutionalismus, zu Nutze. Er schließt an die Perspektiven einer gleichermaßen organisations- und wissenssoziologisch begründeten Forschungsrichtung an, die wie keine andere 'die - frei nach Berger und Luckmann formuliert - gesellschaftliche Konstruktion von 'Weltkultur'' empirisch untersucht und in theoretische Modelle übersetzt hat. Im Lichte von Analysekonzepten wie 'Diffusion', 'imagined model' oder 'rationalized myth', und gestützt auf Forschungen zur wachsenden Bedeutung internationaler (Regierungs- wie Nichtregierungs)Organisationen entwickelt der Artikel einige Skizzen zur Erklärung der Genese und Dynamik des Bologna-Prozesses." (Autorenreferat)

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