Beruflichkeit als "organisierendes Prinzip" der deutschen Berufsausbildung
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10143
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Eusl
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Markt Schwaben
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Abstract
Der Verfasser setzt der Argumentation um das duale System eine neue Perspektive entgegen. Dabei richtet er sein Augenmerk zunächst auf die Diskussion um die Zukunftsfähigkeit des dualen Systems. Als wesentliche Aspekte seiner Problematisierung erweisen sich hierbei die Dualitätsvorstellung wie auch das Moment der Beruflichkeit. Anschliessend wird im Rahmen einer begriffstheoretischen Kritik aufgezeigt, dass in der Praxis weder von einer Gleichgewichtsvorstellung zweier Lernorte noch von einem Systemcharakter gesprochen werden kann. Statt dessen führt der Verfasser mit dem Konzept der Qualifizierungsstile einen Bezugsrahmen zur Neubestimmung des Charakters des dualen Systems ein. Zur weiteren Erschliessung des "organisierenden Prinzips" des Qualifizierungsprozesses wird das deutsche Berufsbildungssystem mit dem französischen und englischen System verglichen. Als Ergebnis wird festgehalten, dass das Berufsprinzip als "harter Kern" der deutschen Berufsausbildung charakterisiert werden kann. Die daraus resultierenden Konsequenzen für das Berufsbildungs- und Beschäftigungsssystem werden in der Schlussbetrachtung erläutert. (BIBB2)