Bologna- und Kopenhagen-Prozess: Auf dem Weg zu einem neuen Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung?
item.page.bibb.id
155980
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
Zitation von 3 oder mehr BIBB-Publikationen
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, wie die Umsetzung des Bologna- und Kopenhagenprozesses in Deutschland das Verhältnis von akademischer und beruflicher Bildung, von Hochschule und Berufsbildung verändert. Ausgehend von den wichtigsten Zielsetzungen beider Prozesse wird untersucht, inwieweit diese Ziele bislang erfüllt worden sind und ob es im Zuge der Umsetzung zu einer Annäherung oder zu einer Entfernung von beruflich-betrieblichem und akademischem Bildungstyp kommt. Insbesondere geht es hier um die Durchlässigkeit zwischen beiden Bildungsbereichen, die Gleichwertigkeit von Abschlüssen und Bildungsgängen und die Frage, ob das Ziel der beruflichen Qualifizierung eine gemeinsame Klammer zwischen den Teilsystemen Hochschule und Berufsbildung werden kann. These der Autoren ist, dass beide Prozesse, Bologna und Kopenhagen, sowie deren Umsetzung in Widerspruchsverhältnisse eingebettet sind. Auszugehen sei von unterschiedlichen Interessen zwischen den europäischen und nationalen Institutionen und unterschiedlichen Interessen der politischen Akteure in Deutschland, die zwischen konservativer Beharrung, ökonomischer Modernisierung und bildungspolitischer Reform zu verorten sind. Welche Ansatzpunkte es aus gewerkschaftlicher Sicht gibt, um die künftige Rolle beruflicher Bildung und Hochschulbildung im Rahmen dieser widersprüchlichen Interessenlagen so zu positionieren, dass sie nicht nur als "Erfüllungsgehilfe" für flexible Arbeitserfordernisse und ökonomische Zwecksetzungen funktionieren, wird abschließend erörtert. (BIBB-Doku)