Lernen als Lebensbegleitung? : psychologische und pädagogische Anmerkungen zur 'kognitiven Gesellschaft'
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Abstract
"Supranationale Bildungsprogramme leiden häufig unter dem Dilemma, dass sie den Menschen als Adressaten solcher Zukunftskataloge nicht persönlich ansprechen. Gerade bei der Leitfigur des lebensbegleitenden Lernens geht es vor allem um die Bedingungen und Möglichkeiten ihrer subjektiven Annahme. Der Beitrag versucht daher, die Implikationen und pädagogischen Folgerungen einer Hinwendung zur 'kognitiven Gesellschaft' aus mikroperspektivischer Sicht zu beleuchten. Dabei spielt die Entwicklung der Fähigkeit zum 'expansiven Lernen' (HOLZKAMP) eine zentrale Rolle. In diesem offensiven Lernverständnis gewinnt die Handhabung von Wissen, aber auch der Umgang mit Ungewissheit grosse biographische Bedeutung. Bei der Entwicklung eines Programms lebensbegleitenden Lernens ist dem Problem der Ausgrenzung eine wachsenden Zahl von Menschen durch gezielte Strategien zu begegnen. Diese Humanisierungslücke zu schliessen ist Aufgabe aller Bildungseinrichtungen und Lernkontexte." (Autorenreferat)