Habitus und Übergänge

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Abstract

"Im Beitrag wird ein kritischer Blick auf die individualisierungstheoretische und anthropologische Begründung des Bewältigungsbegriffs und mit einer habitustheoretischen Dekonstruktion verbunden. Dazu wird zunächst die risikotheoretische Deutung sich verändernder biografischer Verläufe und Übergänge kritisch beleuchtet, um darauf folgend die Aktivierungssemantik und die normativen Implikationen des Bewältigungsansatzes von Böhnisch/Lenz/Schroer (2009) herauszuarbeiten. Die These lautet hierbei, dass in dem Bewältigungskonzept Identität zu einer individuell verfügbaren Ressource umgedeutet wird, die strategisch zur Bearbeitung von Risikolagen eingesetzt wird - oder werden soll. Dem modernisierungstheoretischen Einwand, dass sich das Habituskonzept angesichts der Dynamiken in der 'Zweiten Moderne' als (zu) statisch für die Bestimmung des individuellen Bewältigungspotenzials erweise, wird eine habitustheoretische Konstruktion des Bewältigungsbegriffs entgegengehalten. Erst mit einem angemessenen Habitusbegriff, so die Gegenthese, lassen sich die (un-)wahrscheinlichen Handlungsspielräume des Subjekts jenseits allgemeiner und abstrakter Vorstellungen von radikalen Habitustransformationen und entsprechenden Handlungsmöglichkeiten erfassen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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