Zu Problemen der Berechnung einer Abbruchquote für die duale Berufsausbildung : alternative Kalkulationen auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder ; Diskussionspapier
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170910
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Bonn
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Abstract
"Das vorliegende Diskussionspapier hat die Problematik der Berechnung von Ausbildungsabbruchquoten für die duale Berufsausbildung (nach Berufsbildungsgesetz bzw. Handwerksordnung) zum Gegenstand. Die jährlich veröffentlichten Vertragslösungsquoten, die auf Basis der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (kurz: Berufsbildungsstatistik) vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) berechnet werden, werden regelmäßig als Abbruchquoten fehlinterpretiert. Deshalb wird zunächst eine Abgrenzung der beiden Begriffe 'vorzeitige Vertragslösung' und 'Ausbildungsabbruch' dargestellt und erläutert. Anschließend werden die Grenzen der Verwendung der Berufsbildungsstatistik für die Analyse von Ausbildungsverläufen, insbesondere von Ausbildungsabbrüchen, im dualen System erläutert. Es folgt die Darstellung von Varianten der Kalkulation von Abbruchquoten für die duale Berufsausbildung, zunächst auf Basis der Vertragslösungs- und Wiedereintrittszahlen und anschließend in Form des Vergleichs von Absolventenkohorten mit korrespondierenden Anfängerkohorten - analog dem Verfahren der Berechnung der Studienabbruchquote für den Hochschulbereich, wie es vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW) entwickelt wurde." Gleich welche Herangehensweise gewählt wird, die Kalkulation einer Ausbildungsabbruchquote für die duale Berufsausbildung ist unter der gegebenen Datenlage der Berufsbildungsstatistik mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, so die Autorin in ihrem Fazit. Die Datenlage bei einzelnen Kammern bzw. Zuständigkeitsbereichen übersteigt die Datenlage der Bundesstatistik, dort können Abbruchquoten für den jeweiligen Bereich eher kalkuliert werden." (Autorenreferat, BIBB-Doku)