Mit Doktor-Titel auf Jobsuche
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Abstract
Französische Doktoranden können noch immer mit vergleichsweise guten Einstiegsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt rechnen, aber die Wirtschaft zieht Absolventen der streng selektierenden Ingenieurhochschulen vor - so das Ergebnis einer jüngst in Frankreich veröffentlichten Studie zur beruflichen Eingliederung von Promovierten. Danach hat die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Promotionen zwischen 1990 und 1994 um mehr als die Hälfte zugenommen, vergleichbar dem Anstieg der Studentenzahlen. Von den 10.000 Promovierten entfielen knapp 7.000 auf Naturwissenschaften und etwa 2.500 auf die Geisteswissenschaften. Mit einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent im Jahr 1997 liegen die Promovierten deutlich unter der Quote von 12,3 Prozent der Absolventen eines dem deutschen Magisterabschluss vergleichbaren Examen. Die Ingenieurhochschulen bilden ihre Studenten als Generalisten aus, was vom Unternehmen bevorzugt wird. Die Universitätsabsolventen gelten als zu stark auf ein Forschungsthema spezialisiert und sind wegen des längeren Promotionsstudiums älter. Unterschiede bei den Einstiegsgehältern zwischen den beiden Kategorien lassen sich dagegen nicht feststellen. (HoF/Text übernommen).