Berufsorientierte Förderung von Jugendlichen mit funktionalem Analphabetismus am Berufsbildungswerk St. Franziskus Abensberg : aktuelle Standpunkte zur Problematik mangelnder schriftsprachlicher Kompetenzen und gängige wissenschaftliche Erklärungsmodelle zur Entstehung von LRS
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Abstract
"Sowohl Mitarbeiter in der beruflichen Rehabilitation als auch Wissenschaftler und Medien beklagen bei Auszubildenden und Rehabilitanden zunehmend die mangelhaften Fähigkeiten im Lesen und Schreiben. Gleichzeitig sind die Einstiegsanforderungen in vielen Berufsbildern gestiegen - auch im schriftsprachlichen Bereich. Der vorliegende Artikel versucht, auf der Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion notwendige Ansatzpunkte und Zielrichtungen für die berufsorientierte Förderung von jugendlichen funktionalen Analphabeten zu umreißen: Nicht nur die 'technischen' Aspekte (wie Lesegeschwindigkeit und Rechtschreibsicherheit) spielen hierbei eine Rolle, sondern auch schriftsprachlich relevante Einstellungen, Motivation und Interessen müssen in methodisch-didaktische Überlegungen einbezogen werden. Schriftsprachenerwerb ist sowohl der Erwerb kultureller Praxis als auch potenzielle Persönlichkeitsentwicklung. Folglich muss Alphabetisierung sowohl berufsqualifizierende als auch identifikationsfördernde Momente berücksichtigen. Beide Aspekte zu vereinen ist Intention des Alphabetisierungsprojekts am Berufsbildungswerk St. Franziskus Abensberg." (Autorenreferat, BIBB-Doku)