Potenziale nutzen! : Determinanten und Konsequenzen der Anerkennung von Bildungsabschlüssen bei Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland
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155905
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Abstract
"Im Zuge der anhaltenden Diskussionen über die Anwerbung hochqualifizierter Einwanderer in Deutschland beschäftigt sich dieser Artikel mit den Determinanten der Bemühungen seitens der Migranten um die Anerkennung ihrer Bildungsabschlüsse und den Folgen einer solchen Anerkennung. Die beiden Fragen werden mit Hilfe eines speziell erhobenen Datensatzes für Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion untersucht. Die Ergebnisse der Propensity-Score-Matching-Analyse zeigen, dass sich das Bildungsniveau, die berufliche Stellung im Herkunftsland, die Beschäftigung in Berufen, die in Deutschland eine Zertifizierung erfordern sowie die Sprachkenntnisse der Migranten positiv auf ihre Investitionsneigung in Bildungsanerkennung auswirken. Das Alter bei der Einwanderung hat dagegen einen negativen Effekt. Auf dem Arbeitsmarkt lohnt sich die Bildungsanerkennung in jedem Fall, besonders in Bezug auf den schnellen Eintritt in eine hochqualifizierte Beschäftigung. Dabei fallen die Abstriche durch eine nur partielle Anerkennung auch nicht sehr stark ins Gewicht. Die größten Verlierer sind Migranten, die versuchten, ihre Bildungsabschlüsse anerkannt zu bekommen, dabei aber scheiterten. Weniger gebildete Migranten, die an einer Bildungsanerkennung auch weniger interessiert sind, verfolgen anscheinend die Strategie eines schnellen Arbeitsmarkteinstiegs, ohne sich besonders um einen hohen Status ihrer Beschäftigung zu bemühen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)