Analysen zur geschlechtsspezifisch geprägten Abwanderung Jugendlicher
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139711
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Abstract
"Der Beitrag nähert sich der Abwanderungsproblematik aus einer geschlechterspezifischen Perspektive. Er geht insbesondere auf die unausgewogene Geschlechterproportion bei den Wanderungsbewegungen ein und beschäftigt sich mit der Frage, warum junge ostdeutsche Frauen weit häufiger in die alten Bundesländer ziehen bzw. warum junge ostdeutsche Männer überproportional in ländlichen Regionen Ostdeutschlands bleiben. Zur Klärung der geschlechtsselektiven Abwanderung verknüpft er soziale und ökonomische Daten zu den 439 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands mit Migrationsdaten. Die Ergebnisse der Analysen deuten darauf hin, dass neben arbeitsmarktbezogenen vor allem bildungsstrukturelle Ursachen für die überproportionale Abwanderung von Frauen aus ostdeutschen Landkreisen ausschlaggebend sind. Demnach reagieren die höher gebildeten ostdeutschen Frauen mit verstärkter Abwanderung auf schlechte Ausbildungs- und Arbeitsmarktlage, während die Männer häufiger arbeitslos zurückbleiben. Vermutet wird, dass dies mit der Beständigkeit männlicher Rollenbilder aus der DDR-Zeit zusammenhängt." (Hrsg., BIBB-Doku)