Berufsbildung im Umbruch : Signale eines überfälligen Aufbruchs

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Berlin

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Im Auftrag des "Netzwerkes Bildung" der Friedrich- Ebert-Stiftung hat das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) auf Grundlage der offiziell zur Verfügung stehenden Daten eine Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Zustands der beruflichen Bildung in Deutschland vorgenommen. Ziel des Gutachtens ist es zu untersuchen, wie sich die berufliche Bildung in Deutschland unter den Bedingungen europäischer Rahmenanforderungen weiter entwickeln könnte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das duale System seine dominante Position eingebüßt hat, da bereits 40 Prozent der Neuzugänge zur beruflichen Bildung im Übergangssystem mit Maßnahmen zur Berufsvorbereitung landen. Inzwischen hat die Hälfte der Hauptschüler, 80 Prozent der Sonderschüler und 25 Prozent der Realschüler praktisch keine Chance mehr auf eine reguläre Ausbildung. Verschlechtert haben sich in den letzten Jahren besonders die Chancen ausländischer Jugendlicher und junger Männer. Geringe Bildungsmobilität und Durchlässigkeit sowie die schwindende betriebliche Ausbildungsbereitschaft und absehbarer Fachkräftemangel gefährden nach Ansicht der Autoren die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Im Hinblick auf den europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) wird für eine Strategie "eingebetteter Modularisierung" (Schaffung von Ausbildungsmodulen/Bausteinen) als deutsche Variante des EQR plädiert. (BIBB2)

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