Memorandum zur Professionalisierung des pädagogischen Personals in der Integrationsförderung aus berufsbildungswissenschaftlicher Sicht : Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik
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Abstract
Mit dem vorliegenden Memorandum veröffentlicht die Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik grundsätzliche Konsequenzen für die Professionalisierung des pädagogischen Personals, die sich angesichts neuer Herausforderungen im Übergangssystem stellen. Ausgehend von einem Problemaufriss, in dem die Selektions- und Exklusionsprozesse und spezifischen Risikopotenziale skizziert werden, zeigt das Memorandum Reformperspektiven für das Übergangssystem auf. Alle Reformbemühungen sollten sich dabei an dem "Prüfkriterium" - es darf keine Übergänge Benachteiligter in Arbeitslosigkeit mehr geben - orientieren. Das Memorandum weist auf die Dringlichkeit hin, das gesamte pädagogische Personal im Bereich der Integrationsförderung zu professionalisieren. Hervorgehoben wird, dass förderliche Prozesse nicht allein durch qualifizierte pädagogische Arbeit erreicht werden können. Um die Probleme des Übergangssystems politisch bearbeiten und lösen zu können, seien die einschlägigen Sozial- und Humanwissenschaften besonders gefordert, so auch die (Berufs-)Bildungswissenschaft. Empfohlen wird u.a. eine grundlegende Erforschung des Übergangssystems durch Biografie- und Verlaufsforschungen, auch um pädagogische Perspektiven für die spezifische Förderung Benachteiligter zu gewinnen. Erforderlich seien zudem Verbesserungen der ökonomischen und politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen, die letztlich zu einer grundständigen Reform des "Übergangssystems" führen müssen. (BIBB-Doku)