Disziplingeschichte via Biographieforschung? Berufs- und Wirtschaftspädagogik zwischen Philosophie und Soziologie. Beispiel: Heinrich Abel
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186029
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Abstract
"Der Beitrag von Schütte beleuchtet die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Disziplingeschichte. Er widmet sich der bereits in der BWP zu harten Auseinandersetzungen beigetragenen Person Heinrich Abel. Dabei fokussiert er aber auch zugleich die Schattenseiten einer biografisch orientierten Rekonstruktion von Berufsbildungsforschungsgeschichte. Dabei ist ein Bezugspunkt die Auseinandersetzung der Wissenschaftsdisziplin Berufs- und Wirtschaftspädagogik in einschlägigen Festschriften und vereinzelten Biographien mit dem Oeuvre der ‚Altvorderen', deren Erbe disziplinhistorisch eingeordnet wird, wie ja auch der Beitrag von Günther Kutscha in diesem Band aufzeigt. Vor diesem Horizont fragt der vorliegende Beitrag nach dem Verhältnis sowie dem Zusammenhang von Disziplingeschichte und Biographieforschung, um einerseits den wissenschaftstheoretischen Bruch mit der geisteswissenschaftlichen Tradition der Berufs- und Wirtschaftspädagogik bei Heinrich Abel nachzuvollziehen, der mit dem Auszug der Philosophie und dem Einzug der Soziologie in die Wissenschaftsarchitektur der Disziplin einhergeht. Damit verbunden ist zugleich die wirkliche Gründungsphase der Disziplin mit der Einrichtung von Lehrstühlen und deren Vorgeschichte seit den 1950er und frühen 1960er Jahren. Schütte skizziert hierbei Abel als geläuterten Anhänger des NS-Regimes und langjährigen Redakteur der Berufspädagogischen Zeitschrift mit jugendpolitischem Engagement, der einen wesentlichen Beitrag geleistet und einen sozialwissenschaftlichen Impuls zur Neuausrichtung der Disziplin gegeben hat." (Hrsg.; BIBB-Doku)