Was muss sich an Ausbildungsordnungen ändern, damit Unternehmen mehr ausbilden? : Abschlussbericht
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Berlin
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Abstract
Ziel der explorativen Studie war die Formulierung von Eckwerten einer 'idealtypischen' Ausbildungsordnung, was exemplarisch für sechs Ausbildungsberufe untersucht und getestet wurde. Zu diesem Zweck wurden Elemente in Ausbildungsordnungen identifiziert, die ein Ausbildungshemmnis für Unternehmen darstellen, sowie Elemente, die die Attraktivität der Ausbildung erhöhen. Die Untersuchung erfolgte anhand einer Mischung aus quantitativen und qualitativen Techniken, die mit Methoden der direkten Interaktion mit Akteuren der betrieblichen Ausbildung kombiniert wurden. Fünf Bereiche von Ausbildungsordnungen wurden identifiziert, die Ansatzpunkte für Verbesserungen bieten: Struktur von Ausbildungsordnungen, Verständlichkeit von Ausbildungsordnungen, Inhalt von Ausbildungsordnungen, Prüfungsanforderungen, Gender Mainstreaming in Ausbildungsordnungen. In der durchgeführten Befragung von 7000 Unternehmen (Rücklauf: 975 Fragebögen) wurde häufig der Wunsch geäußert, stärker in den Gestaltungsprozess der Neuordnung von Ausbildungsordnungen einbezogen zu werden. Es werden mehr Freiräume für ausbildende Betriebe während der Ausbildung zur freien innerbetrieblichen Verfügung befürwortet. Die Attraktivität und damit Ausbildungsbereitschaft der Betriebe wäre durch eine generelle Einführung von Wahlmodulen zur Spezialisierung und Vertiefung des Ausbildungsberufes und Angebote von Zusatzqualifikationen als die Beschäftigungsfähigkeit fördernde Ergänzung zur allgemeinen Ausbildung zu verbessern. Entgegen den Erwartungen zeigten sich kaum Unterschiede zwischen, Klein-, Mittel- und Großbetrieben und auch nicht zwischen neuen und schon lange existierenden Unternehmen. Der Untersuchung zufolge besteht die wichtigste Anforderung an moderne, praxisnahe Ausbildungsordnungen darin, konkrete inhaltliche Vorgaben zu formulieren, den Unternehmen jedoch gestalterischen Freiraum bei der Vermittlung dieser Inhalte zu überlassen. Dennoch hat die Studie auch gezeigt, dass weiterer Forschungsbedarf besteht. (BIBB-Doku)