Die Schnittstelle zwischen Schule und Studium aus der Sicht von Studienberechtigten und Studienanfängern
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90137
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Abstract
Der Übergang von der Schule in das Studium erweist sich in den letzten Jahren als zunehmend problematischer. Die Schule muss eine Art "Spagat" vollführen zwischen den Bedürfnissen der hochschulorientierten und dem zunehmenden Anteil direkt berufsorientierter Oberstufenschüler. Ratsuche von Studienberechtigten und Studienanfängern führt häufiger zu Verunsicherungen angesichts der Vielfalt möglicher Optionen als zum erlangen von Kompetenz für fundiertere Entscheidungen. An der Hochschule sind aus der Sicht der Studienanfänger wesentliche Kriterien einer optimalen Studieneinführung - z. B. Fachbezogenheit und längerfristige Begleitung - nur selten gegeben. Nur eine Minderheit der Studienanfänger beurteilt die Vorbereitung durch die Schule als umfassend gut, fast ein Drittel als in keiner Hinsicht gut auf das begonnene Studium ausgerichtet. Unsicherheit auf dem fremden Terrain der Hochschule, ungenügend auf die Erfordernisse des Studiums ausgerichtete schulische Vorbereitung, mangelnde Studieninformation, unangemessene Studieneinführung können kumulieren zu mangelnder Studierfähigkeit. Die Symptome weisen auf ernsthafte Passschwierigkeiten zwischen dem in der Schule Vermittelten und dem im Studium eigentlich Gebrauchten hin. Für einen bruchloseren Ü bergang zum Studium müssen Schule und Hochschule näher zusammenrücken und das Abiturwissen mit den Studienvoraussetzungen besser abstimmen. Eine solche bessere "Passung" von Schule und Hochschule brächte nicht nur den Schülern bzw. Studenten Vorteile, sondern auch für die betreffenden Institutionen selbst Synergieeffekte.