Ostdeutschland als Labor zur Weiterentwicklung des dualen Systems der Berufsausbildung?
item.page.bibb.id
127131
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Die Autoren diskutieren, ob die Situation der Berufsausbildung in Ostdeutschland ein durch die Vereinigung bedingtes Spezifikum ist oder ein Lehrstück für die gesamtdeutsche Zukunft der Berufsbildung bietet. Sie beschreiben, wie demografische Schwankungen und die gravierende Lehrstellenknappheit in Ostdeutschland zu einer Veränderung des Ausbildungsangebots geführt haben, insbesondere zur Zunahme schulischer Ausbildungen und zu Angeboten von Bildungsträgern. Da sowohl ein Rückgang von Geburten als auch eine Verringerung des Lehrstellenangebots in Westdeutschland zu erwarten sind, fordern die Autoren, die Erfahrungen aus Ostdeutschland zu nutzen und stärker als bisher in die Diskussionen um die Reform der Berufsbildung einzubeziehen. Ostdeutschland komme eine Vorreiterrolle zu, gerade im Hinblick auf den Umgang mit den demografischen Turbulenzen und dem zunehmend hohen inhaltlichen und organisatorisch-strukturellen Veränderungsdruck auf vor allem kleinbetriebliche Beschäftiger. In dem Beitrag werden zunächst das System der beruflichen Erstausbildung in der DDR und die Umstellungsschwierigkeiten zu Anfang und die Krisensymptome seit Mitte der neunziger Jahre in Ostdeutschland beschrieben. Im Anschluss daran wird diskutiert, wie die Krisensymptome zu deuten sind, Problemfelder betrieblicher Berufsausbildung werden näher beleuchtet und schließlich Aspekte der Lernortkooperation und der Aktivitäten von Bildungsträgern als ein Beispiel für Lösungsansätze für die zukünftige Entwicklung des Berufsbildungssystems in ganz Deutschland hervorgehoben. (BIBB2)