Industriearbeit und Selbstbehauptung : berufsbiographische Orientierung und Gesundheitsverhalten in gefährdeten Lebens- verhältnissen

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Leske und Budrich

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Opladen

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Abstract

"Die Untersuchung richtet sich darauf, wie Industriearbeiter unter den Bedingungen des gegewärtigen Kapitalismus mit seinen vielfältigen Risiken, wie sie aus gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätzen, dem Zwang zu einem forcierten Leistungs- und Karriereverhalten, allgemeinen Umweltproblemen und den Angeboten des modernen Konsums resultieren, ihren Lebenszusammenhang gestalten. Die Studie bleibt nicht bei der Einzelfallanalyse stehen, sondern zeigt, wie auf der Basis qualitativer Interviews ein soziales Feld als Ganzes in seinem unterschiedlichen Ausprägungen systematisch erfasst werden kann:" Das untersuchte Sample umfasst ausschliesslich männliche deutsche Metallarbeiter im Alter von 35 bis 60 Jahren.Insgesamt wurden 80 Interviews mit Angehörigen folgender Berufs- Tätigkeitsgruppen geführt: Putzer, Formengiesser, Fräser; Dreher, Schlosser, Bremser im Motorenprüffeld, Einrichter, Schmied, Härter, Betriebsschlosser, Schleifer, Werkzeugmacher, Schweisser, Galvanisateur, Kolonnenführer und Meister. In der Kapitelfolge des Buches werden zunächst sechs fallspezifische Analysen von Lohnarbeiterbiographien vorgenommen. Bei jedem der behandelten Einzelfälle werden einerseits das Muster der berufsbiographischen Orientierung, andererseits das Gesundheits- und Krankheitsverhalten und das diesem Verhalten zugrundeliegende gesundheitsbezogene Orientierungsmuster, schliesslich die Zusammenhänge, die zwischen diesen beiden Orientierungsmustern bestehen, analysiert. (Kapitel 2) Danach wird eine aus Gesamtheit der erhobenen Fälle entwickelte Typologie berufsbiographischer Orientierungsmuster vorgestellt. Auf der Grundlage dieser Typologie wird überprüft, ob alle Fälle, die zu einem bestimmten Typus gehören, ein ähnliches Gesundheits- und Krankenverhalten aufweisen und ob gegebenenfalls Abweichungen in diesem Verhalten eine Entsprechung in der berufsbiographischen Orientierung der betreffenden Fälle finden. (Kapitel 3) Ausgangspunkt für die dann folgenden Kapitel ist die systematische Gliederung der fallspezifischen oder typisierten Sinnmuster nach ihren tragenden Kategorien, die im vierten Kapitel für die berufsbiographische, im sechsten für die gesundheitsbezogene Orientierung durchgeführt wird. Auf der Grundlage dieser systematischen Gliederung lässt sich - die innere Struktur berufsbiographischer Orientierungen, sowohl was ihre die Indentität sichernde Konsistenz wie die in ihnen enthaltenden Restriktionen anbelangt, weiter aufklären. (Kapitel 4) - das Verhältnis, das zwischen den Typen berufsbiographischer Orientierung besteht, näher erfassen und dadurch die Logik des Feldes der Typenausprägungen bestimmen. (Kapitel 5) - die sinnstrukturelle Parallelität berufsbiographischer und gesundheitsbezogener Orientierungen systematisch bestimmen, wodurch nun nicht nur mit Blick auf das ganze Feld die regulierende Kraft der Subjektivität gegenüber den gesundheitsbezogenen Orientierungen allgemein befasst, sondern auch ein - nicht nur an dieser Stelle wirkender - Mechanismus der Durchsetzung sozialer Ungleichheit aufgedeckt werden kann. (Kapitel 6) (IAB2)

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