Lernbeeinträchtigte Jugendliche : gruppenspezifische Charakteristika und Reduktionsmassnahmen in berufsvorbereitenden Bildungsgängen

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Kaiserslautern

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Abstract

Ziel der Arbeit ist es, durch Analysen der spezifischen Charakteristika lernbeeinträchtigter Jugendlicher Grundlagen und Möglichkeiten einer wirksameren Förderung in berufsvorbereitenden Bildungsgängen aufzuzeigen. In einer Situationsbeschreibung wird zunächst eine Abgrenzung der Problemgruppe vorgenommen. Ferner werden die soziokulturellen Rahmenbedingungen, die Ausbildungs- und Beschäftigungssituation, die schulische Förderung im allgemein- und berufsbildenden Bereich und die Merkmale und Erfolge berufsvorbereitender Bildungsgänge dargestellt. Die anschliessende Datenanalyse vergleicht die Kognition und die Affektivität von 300 Absolventen der Sonderschule für Lernbehinderte mit 102 Hauptschülern mit Hauptschulabschluss, um Defizitschwerpunkte sowohl im kognitiven als auch im affektiven Bereich und um mögliche Interdependenzen kognitiver und affektiver Aspekte herauszukristallisieren. Die Daten wurden dem Autor vom Psychologischen Dienst eines Arbeitsamtes zur Verfügung gestellt und von ihm in anonymisierter Form erfasst und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Sonderschüler hauptsächlich in den Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen schlechtere Leistungen erbringen als Hauptschulabsolventen und dass bei ihnen vermehrt Verhaltensauffälligkeiten wie Agressivität, Passivität, Kontaktarmut festzustellen sind. Um diese Defizite abzubauen, werden konkrete Empfehlungen für die Organisation und Planung der Unterrichtsprozesse berufsvorbereitender Lehrgänge erarbeitet und ein unterrichtsbegleitendes Trainingsprogramm mit 32 Arbeitsblättern entwickelt. Als der wesentlichste Grundsatz gilt dabei die (Re-)aktivierung der lernbeeinträchtigten Jugendlichen durch einen Unterricht, der Selbsttätigkeit, innere Differenzierung sowie Zielorientierung und -klarheit gewährleistet und fördert. (IAB2)

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Zugl.: Kaiserslautern, Univ.,Dissertation, 1989

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