Ost- und westdeutsche Jugendliche: Annäherung bei den objektiven Lebensbedingungen stärker als bei der subjektiven Bewertung
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Abstract
Anders als bei der Bevölkerung insgesamt haben sich die ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen der Jugendlichen in Deutschland nach der Wiedervereinigung angeglichen. Mit Hilfe der vom DIW Berlin zusammen mit Infratest Sozialforschung erhobenen Daten des Sozio-ökonomischen Panels kann gezeigt werden, wie sich die Erwerbsbeteiligung und die Bewertung der Lebenssituation der Jugendlichen gegenüber 1991 verändert haben. So sind Ost-West- Unterschiede beim Bildungs- und Erwerbsverhalten kaum noch erkennbar. Der Anteil der Jugendlichen, die eine Schule oder Hochschule besuchten, ist gestiegen, während der Anteil der erwerbstätigen jungen Leute abgenommen hat. Ein abweichendes Bild ergibt sich bei der Bewertung der subjektiven Lebensverhältnisse. Obwohl der Grossteil der Jugendlichen mit dem Lebensstandard und dem Leben allgemein zufrieden ist, zeigen sich trotz einer Annäherung nach wie vor Unterschiede zwischen Ost und West. Sorgen um die ökonomischen Entwicklung sind immer noch häufiger bei ostdeutschen Jugendlichen anzutreffen, insbesondere wenn es um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes geht. (BIBB2)