Berufliche Qualifizierung und Beschäftigung
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Abstract
"Die Bedeutung der Bildungsinvestitionen für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ist nicht geringer als die der Sachinvestitionen. Unternehmen sind nur wettbewerbsfähig, wenn sie innovativ agieren, und der Bestand an Arbeitsplätzen und Unternehmen wird vom Tempo des technischen Fortschritts bestimmt. Da aber der technische Fortschritt auch vom Qualifikationsniveau der Menschen abhängt, sind Investitionen in das Humankapital Voraussetzung für technischen Fortschritt und hohen Beschäftigungsstand. Technischer Fortschritt verlangt aber auch die Anpassung der Qualifikationen an die durch ihn veränderten Arbeitsplätze. Dies erfordert ebenfalls Bildungsinvestitionen. Damit werden Qualifikationen gewissermassen zur Schaltstelle zwischen technischem Fortschritt, Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsentwicklung. Die überbetriebliche, von den Gewerkschaften als gezielt bezeichnete Weiterbildungspolitik erweist sich in diesem Zusammenhang als unproduktiv, weil sie weder den Strukturwandel stützt, noch Lücken zwischen qualifikatorischen Bedarfs- und Angebotsprofilen schliesst. Marktliche Lösungen schaffen dagegen Anreize für freiwillig finanzierte Weiterbildungsmassnahmen, die sich besser an die im Strukturwandel veränderten Bedingungen anpassen. Hierfür sind freilich die arbeitsrechtlichen Strukturen noch zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)