Differenzielle Effekte von Unterrichtsorganisationsformen der gewerblichen Erstausbildung in Zimmererklassen : eine empirische Studie
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126825
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Shaker
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Aachen
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Abstract
"Im Berufsfeld Bautechnik werden mit den bundeseinheitlichen Rahmenlehrplänen didaktische Grundsätze präferiert, die sich streng an einer handlungsorientierten Pädagogik ausrichten. Mit der Studie wird die Hypothese überprüft, dass durch Selbststeuerung gekennzeichnete Lernumgebungen gegenüber fachsystematisch orientierten Unterrichtskonzeptionen hinsichtlich des Aufbaus beruficher Handlungskompetenz (hier: deklaratives und prozedurales Wissen) überlegen sind. In einem Feldexperiment werden dazu Entwicklungen und Ausprägungen deklarativen und prozeduralen Wissens sowie Aspekte der Lernmotivation - als ausgewähltes Element beruflicher Handlungskompetenz - bei Zimmerern der Fachstufe II untersucht. Hypotheseleitend soll für das Lernfeld 12 herausgefunden werden, wie sich Wissens- und Motivationsvariablen in Abhängigkeit unterschiedlicher Unterrichtskonzeptionsformen verändern. Die Studie bezieht sich auf sechs Fachklassen mit insgesamt 81 Probanden und stützt sich auf Unterrichtsdokumentationen zur Erfassung des Ausmaßes der Selbst- und Fremdsteuerung sowie der Handlungsorientierung, auf Lerntests zur Erfassung des Vorwissens und des Lernerfolgs, auf Motivationstests am Anfang und Ende der Lernfeldbearbeitung und auf einem Intelligenztest (CFT3). Die Ergebnisse werden differenziert nach Lernumgebungen (handlungssystematisch vs. fachsystematisch), nach einzelnen Klassen und nach Lernleistungsgruppen ausgewertet und diskutiert. Es wird dabei u. a. festgestellt, dass sich die Ausprägung deklarativen und prozeduralen Wissens in den Lernumgebungen nicht signifikant unterscheidet. Dies spricht gegen eine einseitige Ausrichtung der Lehr-Lernarragements und dafür, dass die Qualität des Unterrichts als bedeutsamer angesehen werden muss als die Lehrform selbst." (Autorenreferat)