Selbstgesteuertes Lernen und die veränderte Rolle der Lehrenden
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Abstract
Der Erwerb von Selbstlernkompetenz ermöglicht es den Lernenden, ihr Lernen selbst zu gestalten und gemäß ihres Lerntyps geeignete Lernstrategien sowie Lern- und Arbeitstechniken anzuwenden. Aus didaktischer Perspektive gründet diese Zielvorstellung auf einer konstruktivistischen Sichtweise, welche Lernen als aktiven, konstruktiven, kumulativen und sozialen Prozess betrachtet. Die so entworfene Idealform selbstgesteuerten Lernens ist aber in der Wirklichkeit kaum anzutreffen. Es entspricht dem Ideal einer Förderung der Mündigkeit des Menschen. Die pädagogische Aufgabe besteht danach darin, einen anregenden Unterricht zu gestalten, der die Lernenden motiviert, sich selbstständig mit den neuen Herausforderungen zu beschäftigen. Lernkompetenz ist daher immer zugleich Voraussetzung und Ziel beruflicher Bildung. Selbstgesteuertes Lernen erfordert Kompetenzen hinsichtlich der Planung, Organisation und Reflexion der Lernprozesse. Damit sind hohe und vielfältige Ansprüche an die Schüler und gleichsam hohe Ansprüche an die Lehrpersonen und an den jeweiligen Unterricht verbunden. Der Beitrag geht der Frage nach, welche pädagogischen Aufgaben die Lehrenden bei der Entwicklung und Förderung von Selbstlernkompetenz haben. (BIBB-Doku)