Evaluation des Bundesprogramms Bildungsprämie (BIP) : Endbericht
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München
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Abstract
„Um den Erwerbstätigen mit geringerem Einkommen die Teilhabe am Lebenslangen Lernen zu erleichtern, führte die Bundesregierung mit der Bildungsprämie im Dezember 2008 ein neues Finanzierungsmodell ein. Mit der Bildungsprämie förderte der Bund individuelle berufsbezogene Weiterbildung. Berufsbezogen bedeutet, dass die ausgewählte Weiterbildung für den beruflichen Kontext wichtig sein muss – für die aktuelle oder eine geplante neue Tätigkeit. Individuell heißt, dass es um die persönlichen Bildungsinteressen geht – unabhängig von den Interessen des Arbeitgebers.
Für die Förderung standen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: der Prämiengutschein und der Spargutschein ("Weiterbildungssparen"). Die beiden Gutscheine konnten miteinander kombiniert werden. Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds wurden über 400.000 Prämiengutscheine für berufsbezogene Weiterbildungen ausgegeben. […] Der vorliegende Endbericht thematisiert folgende Aspekte: Charakteristika der Gruppe der die Bildungsprämie Nutzenden und Zielgruppenerreichung; Bewertung und Wirksamkeit der Bildungsprämie; Themenfelder und Teilnahmemotive; Gründe für die Nicht-Inanspruchnahme der Beratung, der Bildungsprämie sowie für das Nicht-Einlösen eines Gutscheins für die Bildungsprämie; Beratung zur Bildungsprämie; Bewertung der Antragstellung zur Bildungsprämie; Akzeptanz der Bildungsprämie durch die Weiterbildungsträger; Wirtschaftlichkeitsanalyse. […] Insgesamt kann das Bundesprogramm Bildungsprämie als sinnvolles Förderinstrument für die individuelle berufliche Weiterbildung betrachtet werden. Das Instrument wirkt jedoch selektiv: Die Bildungsprämie nehmen eher Personen in Anspruch, die besser gebildet und ausgebildet sind, die weniger Lernrestriktionen aufweisen, eher weiterbildungsaffin sind und auch ohne die Bildungsprämie häufiger an Weiterbildung teilnehmen. (Hrsg.; BIBB-Doku)