Reformbedarf in der beruflichen Bildung aus internationaler Perspektive
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Abstract
Der Autor setzt sich mit den beruflichen Bildungstraditionen im Spannungsverhältnis von europäischen Industriekulturen und Globalisierung auseinander. Er betrachtet zunächst die konkurrierenden Systeme des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt im internationalen Vergleich. Zur Systematisierung der Berufs- und Bildungstraditionen werden vier Modelle unterschieden, bei denen der Übergang von der allgemein bildenden Schule in die Berufsbildung (1. Schwelle) sowie der Übergang von der Berufsbildung in die Arbeitswelt (2. Schwelle) zeitlich, institutionell und inhaltlich höchst unterschiedlich ausgeprägt ist. In einem weiteren Schritt diskutiert er die Frage, welche Bedeutung diese Polarität für den sich herausbildenden europäischen Arbeitsmarkt sowie den darin integrierten Facharbeiter-Arbeitsmärkten zukommt. Er nennt fünf Gründe, die dafür sprechen, den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft auf das engste mit einem weiterentwickelten Berufsbildungssystem zu verbinden, das an der Dualität von Arbeiten und Lernen, von reflektierter Arbeitserfahrung und der Vermittlung von Arbeitsprozesswissen festhält. Der Beitrag schließt mit Grundsätzen für ein Reformkonzept beruflicher Bildung. (BIBB2)