Ausbildungsbegleitberatung - ein Ansatz, dem Ausbildungsabbruch entgegenzuwirken

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"Das Problem des Ausbildungsabbruchs ist nach wie vor gravierend. Es ist und bleibt - solange es ungelöst ist - eine Herausforderung ersten Ranges für das Bildungs- und Ausbildungssystem, für Betriebe und Pädagogen, Eltern und Jugendliche und nicht zuletzt auch für die Berufsberatung des Arbeitsamtes. Besonders dramatisch sind die Konsequenzen des Abbruchs dabei für den nicht geringeren Teil der ehemaligen Auszubildenden, die nach dem Abbruch keinerlei Ausbildung mehr aufnehmen. Dabei handelt es sich zumeist um Jugendliche aus den hinlänglich bekannten "Zielgruppen". Die Berufsberatung ist offenbar dabei, sich der Problemlage mit neuem Elan zu stellen. Da der realistische Blick auf die Ressourcen personeller Art zur Bescheidenheit zwingt, stellt sich auch hier die Frage, ob sich externe Dienstleistung flankierend einkaufen lässt. Das Arbeitsamt Herford ist diesen Weg gegangen und hat die "Ausbildungsbegleit-Beratung" in Kooperation mit der Kreishandwerkschaft Minden-Lübbecke initiiert. Seit Oktober 1998 sind - im wesentlichen finanziert über SGB III - zwei pädagogisch und sozialpädagogisch qualifizierte Ausbildungsbegleitberater in der Region im Einsatz, um Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen und anschliessenden Ausbildungsverzichten entgegenzuwirken. Der Bericht gibt einen Einblick in dieses neue Beratungsmodell. Berufsberatung Herford und Kreishandwerkschaft Minden-Lübbecke bewerten das Projekt positiv. So wurden z.B. vom 1.11.1999 bis zum 31.3.2000 insgesamt 113 Auszubildende beraten, 83 von ihnen waren abbruchgefährdet. Am 31.3. waren alle noch in Ausbildung, zwei davon in einem neuen Ausbildungsbetrieb. Von den 83 nutzten am 31.3.2000 44 Prozent ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), 35 Prozent waren daran interessiert, 20 Prozent waren zuversichtlich, auf anderem Wege zum Ausbildungserfolg zu kommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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