Integration beruflicher und hochschulischer Bildung - die dritte Dimension der Bologna-Reform
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Abstract
Die Förderung der Durchlässigkeit des Bildungssystems, speziell zwischen dem beruflichen und dem hochschulischen Ausbildungsbereich ist eine bisher wenig beachtete Dimension der Bologna-Reform. Deutschland hat ein international anerkanntes Berufsausbildungssystem, das bislang allerdings weitgehend unverbunden neben bzw. unter dem Hochschulsystem steht. Eine stärkere Verzahnung dieser beiden Bereiche steht schon seit Jahrzehnten auf der bildungspolitischen Agenda und scheint erst mit der Bologna-Reform in greifbare Nähe gerückt. Die auf europäischer Ebene geforderte Durchlässigkeit wird in nationale Strategien umgesetzt. Worum geht es dabei? Welche Vorteile verspricht man sich von einer Aufhebung, zumindest einer Lockerung der Grenzlinie zwischen dem hochschulischen und dem beruflichen Bildungsbereich? Die vorliegende Studie stellt die Wege der Integration beruflicher und hochschulischer Bildung dar und untersucht die Möglichkeiten der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen auf ein Studium und die tatsächliche Verbreitung von Anerkennungsverfahren an deutschen Hochschulen. Hierbei wird auf die dualen Studiengänge Bezug genommen, die vorwiegend an Fachhochschulen angeboten werden, und zwar vornehmlich in den Fachrichtungen, in denen es auch hochwertige Aus- und Fortbildungsberufe gibt. Tendenziell ist mit einem weiteren Anstieg der Zahl integrierte (dualer) Bachelor-Studiengänge und mit einer Ausweitung von (individuellen) Anrechnungsverfahren zu rechnen. (BIBB-Doku)