Lohnunterschiede im Spannungsfeld von sozialer Herkunft und individueller Bildung
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Abstract
"Die Humankapitaltheorie ist der dominierende Ansatz, wenn es darum geht, individuelle Lohnunterschiede zu erklären. Demnach ist der verfügbare Bestand an Humankapital allgemein und insbesondere das Bildungsniveau als das zentrale Merkmal für den individuellen Arbeitsmarkterfolg bzw. die Lohnhöhe. Entsprechend können Unterschiede in den Erwerbseinkommen auf Basis von Produktivitätsunterschieden, die sich durch ungleiche Bildungsqualifikationen ergeben, gerechtfertigt werden. Aber gleichzeitig postuliert die Statuszuweisungstheorie einen engen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft, der individuellen Bildung und dem persönlichen Arbeitsmarkterfolg. Nach diesem Ansatz beeinflusst der Sozialstatus des Elternhauses die formale Bildungsqualifikation der Kinder, die wiederum den sozialen Status und somit die Lohnhöhe determiniert. Parallel dazu kann die Herkunft alber auch einen direkten Effekt auf die Erwerbseinkommen haben. Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag die Bedeutung der sozialen Herkunft für den Bildungs- und inbesondere Arbeitsmarkterfolg in Deutschland und der Schweiz. Dabei zeigt sich, dass sich beide Länder sehr ähnlich sind, was den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildung und Einkommen angeht." (Autorenreferat, BIBB-Doku)