Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland : Attraktivität und Beschäftigungsperspektiven

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Abstract

"In dem Beitrag werden einige mögliche Ursachen für den sich andeutenden Rückgang der sozialen Nachfrage nach dualer Ausbildung erörtert. An einer Reihe von Beschäftigungsindikatoren wird gezeigt, dass die Ursachen des Nachfragerückgangs auch und im besonderen in erheblichen Einkommensnachteilen, einer häufigen Beschäftigung in Positionen unterhalb der Fachkräftebene sowie vielfach in mangelnden Weiterbildungs- und damit auch Aufstiegschancen zu suchen sein dürften. Angesichts der modernen und anspruchsvollen Ausbildung in vielen Ausbildungsberufen manifestiert sich die Ungleichwertigkeit von berufspraktischer und schulischer Ausbildung vor allem im Beschäftigungssystem. Auch in der langfristigen Perspektive ergeben sich aus den erwarteten Veränderungen der Arbeitsorganisation sowie der Tätigkeits- und Qualifikationsstrukturen neue Anforderungen an die Gestaltung und Bewertung der dualen Ausbildung. Als Quintessenz wird die These vertreten, dass eine nachhaltige Stärkung des dualen Systems vor allem die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und eine erhöhte Durchlässigkeit der Ausbildungs- und Berufswege bedingt." (Autorenreferat) Zum einen hat sich die Struktur des potentiellen Fachkräftenachwuchses in den letzten Jahrzehnten entscheidend verändert: Die Auszubildenden haben eine höhere Vorbildung, sind heute in der Mehrzahl volljährig und haben dementsprechend höhere Erwartungen an die späteren beruflichen Möglichkeiten und Beschäftigungsbedingungen. An einer Reihe von Beschäftigungsindikatoren wird gezeigt, dass die Ursachen des Nachfragerückgangs auch und im besonderen in erheblichen Einkommensnachteilen, einer häufigen Beschäftigung in Positionen unterhalb der Fachkräfteebene sowie in vielfach mangelnden Weiterbildungs- und damit auch Aufstiegschancen zu suchen sein dürften. Angesichts der modernen und anspruchsvollen Ausbildung in vielen Ausbildungsberufen manifestiert sich die Ungleichwertigkeit von berufspraktischer und schulischer Ausbildung also vor allem im Beschäftigungssystem. Zudem besteht die Sorge, dass eine konjunkturell bedingte rückläufige Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen und eine vielfach ungesicherte Übernahme junger Fachkräfte den Przess der Abkehr von der dualen Ausbildung mittel- und längerfristig noch verstärken und nur schwer reversibel sein könnte. Ähnliches gilt auch dann, wenn sich Anzeichen bestätigen sollten, dass der mittlere Qualifikationsbereich auf der Meister- und Technikerebene - bisher das wichtigste Aufstiegsziel für qualifizierte und leistungsfähige Fachkräfte - zunehmend durch (Fach-) Hochschulabsolventen substituiert wird. Auch in der lanfristigen Perspektive ergeben sich aus den erwarteten Veränderungen der Arbeitsorganisation sowie der Tätigkeits- und Qualifikationsstruktur neue Anforderungen and die Gestaltung und Bewertung der dualen Ausbildung. Als Quintessenz wird hier die These vertreten, dass eine nachhaltige Stärkung des dualen Systems vor allem die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und, durch die Eröffnung neuer Optionen, eine erhöhte Durchlässigkeit der Ausbildungs- und Berufswege bedingt. Eine dem neuen Fachkräftetypus gerecht werdende Einstufung, eine transparente und realisierbare Laufbahngestaltung und eine entsprechende Personalstrukturplanung erscheinen als dringend notwendig, um den Fachkräftenachwuchs auch morgen zu sichern." (Autorenreferat, Lfrg. IAB)

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