Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung : Deutschland im internationalen Vergleich. Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung
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150255
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Bonn
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Abstract
Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung haben das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Expertise das Thema Erwerbslosigkeit und soziale Ausgrenzung untersucht. Im Mittelpunkt standen folgende Fragen: Stimmen die üblichen Perzeptionen von arbeitsmarktpolitisch erfolgreichen Ländern? Sind in Deutschland Ausgrenzungsprozesse besonders gravierend und wie stellt sich die Situation in anderen Ländern dar? Gibt es international erfolgversprechende Ansätze zur Integration von nichterwerbstätigen Transferbeziehern, von denen man lernen kann? Die Studie umfasst zehn Länder mit unterschiedlichen Beschäftigungs- und Sozialstaatsmodellen: Deutschland, Frankreich und Niederlande, Spanien und Italien, Großbritannien und die USA, die skandinavischen Staaten Dänemark und Schweden sowile Polen als neues EU-Mitgliedsland.Ein zentrales Ergebnis der Studie lautet, dass trotz hoher Arbeitslosigkeit und einem hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen nicth davon gesprochen werden kann, dass Transferabhängigkeit und Exklusion in Deutschland stärker ausgeprägt sind als in den Vergleichsländern. Die Studie überprüft auch, inwiefern Formen prekärer Beschäftigung geeignet sind, Menschen wieder an Erwerbsarbeit heranzuführen und unterstreicht die Notwendigkeit von Aktivierungspolitiken, verstärkt in Bildung und Weiterbildung der Menschen zu investieren.