Bildungs- und Berufserfolge junger Migranten : Kohortenvergleich der zweiten Gastarbeitergeneration
item.page.bibb.id
130509
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
VS Verl. für Sozialwissenschaften
item.page.bibb.publisherplace
Wiesbaden
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Die Arbeit analysiert den Eingliederungserfolg der Gastarbeiternachkommen. Dieser stellt vor dem Hintergrund der immer noch vorhandenen Integrationsdefizite ausländischer Jugendlicher ein hoch aktuelles Problem und Gegenstand eines anhaltenden öffentlichen und politischen Diskurses dar. Die Autorin greift das Thema der Bildungs- und Berufserfolge junger Migranten auf und untersucht sie anhand eines Vergleichs von zwei Kohorten der zweiten Gastarbeitergeneration, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Deutschland aufwachsen." Der Längsschnittuntersuchung liegen drei Hypothesen zum Bildungs- und Berufserfolg zugrunde, die mit Hilfe der Daten des Sozio-ökonomischen Panels überprüft und interpretiert werden: 1. Die dritte Kohorte weist fortgeschrittene Assimilationstendenzen und somit auch höhere Bildungs- und Berufserfolge als die zweite Kohorte auf. 2. Beide Kohorten bleiben mit ihren Bildungs- und Berufserfolgen hinter der jeweiligen Kontrollgruppe gleichaltriger Deutscher zurück. 3. Die Bildungs- und Berufserfolge der ausländischen Jugendlichen werden in den beiden Kohorten durch weitgehend unterschiedliche Faktoren bestimmt. Einerseits kann im Zeitverlauf von einer Abschwächung des Einflusses der herkunftsbedingten Identifikationsmerkmale ausgegangen werden. Andererseits gewinnen die Bildungsdeterminanten in der dritten Kohorte an Bedeutung für die berufliche Platzierung. Während Hypothese 1 weitgehend, Hypothese 2 vollständig bestätigt wurden, konnte dagegen die dritte Annahme lediglich hinsichtlich des Vorhandenseins unterschiedlicher Faktoren in den beiden Kohorten bestätigt werden. Anders als vermutet, gewinnen die identifikatorischen Bestimmungsfaktoren in der dritten Kohorte an Bedeutung. Abschließend werden aus den gewonnenen Erkenntnissen Empfehlungen für politische Maßnahmen und für weitere Forschungsschwerpunkte abgeleitet. (BIBB-Doku)