Bildungsferne und Weiterbildungsnähe - ein Gegensatz?
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114773
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Abstract
"In der Bildungsforschung hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass sich bestimmte Arbeitnehmergruppen, vor allem die sog. Un- und Angelernten, der Beteiligung an Bildungsprozessen verweigern. Dabei wird die Frage der Bildungsbereitschaft und -beteiligung von Arbeitnehmern im Zuge von Modernisierungs- und Umstellungsprozessen vor allem in der Industrie dann bedeutsam, wenn eine innovative Personalwirtschaft spezifische Kompetenzen der Arbeitnehmer in ihrer Planung berücksichtigt. Insbesondere die Bildungsvoraussetzungen von un- und angelernten MontagearbeiterInnen werden häufig unterschätzt, dabei ist ihre Weiterbildungsbeteiligung vor allem im beruflichen Bereich sehr viel aktiver als gemeinhin angenommen. Gleichwohl werden berufliche und allgemeine Weiterbildung von den MontagearbeiterInnen als komplementär betrachtet. Hinsichtlich der Voraussetzungen des Weiterbildungsverhaltens dieser Gruppe ist der beruflichen Erfahrung sowie ggf. der beruflichen Erstausbildung höhere Steuerungswirkung zuzurechnen als etwa der Schulausbildung. Künftige betriebliche Qualifizierungsplanungen sollten sich den Bildungserfahrungen etwa von MontagearbeiterInnen nicht verschliessen und diese Gruppe an Verfahren zur Gestaltung von Arbeit und Technik beteiligen." (Autorenreferat)