Von der Schule in die Berufslehre : Untersuchungen zur Benachteiligung von ausländischen und weiblichen Jugendlichen bei der Lehrstellensuche
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19377
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Abstract
Die Studie befasst sich mit Ungleichheiten bei der Vorselektion in der Schule und bei der Selektion der Lehrlinge in der Schweiz. Von den Ungleichheiten bei der Lehrstellensuche sind insbesondere die ausländischen Jugendlichen und teilweise die Mädchen betroffen. Das Forschungsinteresse richtete sich darauf, ob und wie für den Erfolg von Volksschulabgängern bei der Lehrstellensuche neben dem Schulabschluss auch die nationale Herkunft und das Geschlecht massgeblich sind und inwiefern Berufsfindungsprozesse durch unzureichende schulische Qualifikationen zusätzlich gedämpft werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schulqualifikation allein nicht ausreichend erklärt, warum männliche Schweizer die besten und ausländische Mädchen die schlechtesten Lehrstellenchancen haben, sondern dass es dafür wichtige verdeckte Gründe gibt. Zum einen können informelle Beziehungsnetze den Informationsfluss über offene Lehrstellen erleichtern. Zum anderen ist bei der Lehrstellenvergabe entscheidend, ob jemandem eine positive Prognose zugeschrieben werden kann. Bei Ausländerinnen kumuliert sich der Mangel an derartigen Vertrauenskrediten und an informellen Beziehungen besonders dramatisch. (BIBB2)