Offener Unterricht in Berufsschulklassen
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Abstract
Die Erfahrungen der Verfasserin besagen, dass Berufsschüler dann beginnen, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen, wenn man ihnen erlaubt, ihren individuellen Zugang zu den Unterrichtsinhalten zu finden. Dabei waren die eigenen zeitlichen Vorstellungen, das spezielle Wissen und Können, die Kooperationswilligkeit der Schüler wichtige Rahmenbedingungen für einen Veränderungsprozess. Die Schüler wurden in dieser neuen Unterrichtssituation aktiver, brachten eigene Ideen ein und holten sich nötige Informationen eigenständig. Leistungsstarke wie leistungsschwache Schüler profitierten gleichermassen vom offenen Unterricht; aus der Lehrerin wurde eine Lehrberaterin. Die positiven Erfahrungen führten dazu, vom Unterricht in einem Fach zu einem fächerübergreifenden, offenen Unterrichtsmodell überzugehen. Die Verfasserin stellte sich das Ziel zu beweisen, dass offener Unterricht nicht nur in der Grundschule praktiziert werden kann, sondern ebenso in der Berufsschule erfolgreich ist. (BIBB2)