Alles in Ordnung?
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Abstract
Angesichts des dramatischen Rückgangs des betrieblichen Ausbildungsplatzangebots bestehe kein Grund zum Optimismus, mahnt der Autor, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Angesichts der weiterhin eingeschränkten Aufnahmefähigkeit des betrieblichen Ausbildungssystems befürchtet das Bundesinstitut für Berufsbildung Fehlentwicklungen in zweifacher Hinsicht: zum einen eine ineffiziente Beanspruchung von Bildungsressourcen außerhalb des dualen Systems und andererseits einen wachsenden Anteil von Jugendlichen ohne vollqualifizierenden Berufsabschluss. Mit Blick auf diese Entwicklungen hält der Autor drei stabile Säulen der beruflichen Bildung für notwendig: 1. ein stabiles duales System mit einem möglichst großen, kalkulierbaren Anteil betrieblicher Ausbildungsplätze, 2. ein neugestaltetes vollzeitschulisches Berufsbildungssystem mit dem Rückgrat der Berufsfachschulen, in dem vollzeitschulische Phasen und betriebspraktische Phasen sich abwechseln, 3. ein ausgebautes System außerbetrieblicher Berufsausbildung analog dem dualen System, das die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf qualifziziert. (BIBB)