Das Abseits als sicherer Ort? : zur Berufsrealität von Soziologinnen an der Hochschule
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114863
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Abstract
Die Autorin "nimmt sich der spezifischen Probleme von Soziologinnen auf der Basis zweier empirischer Studien aus den Jahren 1982 und 1989 an. Wie gestaltet sich die Entwicklung der Diplome, Promotionen und Habilitationen vor 1982 und zwischen 1982 und 1989? Welche Beschäftigungsverhältnisse sind vorzufinden? Der Anteil an Diplomierungen ist - über die Zeit gesehen - genauso wie der Anteil von Studentinnen der Soziologie (über 50% Studentenanteil) konstant, die Promovierungsquote besitzt keinesweg eine steigende Tendenz und schwankt stark zwischen den einzelnen Jahren (16,3 bis 28,9 %); ebenso ist der Frauenanteil auf Stellen, die zur Promotion führen sollen, erstaunlich gering. Anders aber bei den Habilitationen: hier ist ein deutlicher Anstieg zwischen den Zeiträumen 1978 bis 1982 (knapp 14 %) und 1983 bis 1987 (knapp 27 %) zu verzeichnen. Die Autorin zeigt weiter die unzureichende Thematisierung von Frauenfragen oder Fragen des Geschlechtsverhältnisses in der Lehre auf; selbst wenn die Beachtung dieses Problemkreises zunähme, solle die Wissenschaftlerin aber nicht die Betätiung in diesem Forschungsfeld eingeengt werden; Frauen sollten sich z.B. auch als Schichtungssoziologinnen profilieren können, mit einem Wort: Frauen als Mitarbeiter in der "Normalwissenschaft". Der Aufsatz endet mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Lage von Frauen an den Hochschulen, die u.a. auf die vorrangige Berücksichtigung von Frauen auf Qualifikationsstellen und bei Stipendien sowie auf die Aufhebung von Altersgrenzen abheben." (Autorenreferat)