Neubewertung von (Einfach-)Arbeit durch ERA in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs
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153338
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Abstract
"In den Jahren 2006 bis 2010 wurden in allen Tarifgebieten der deutschen Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) neue Entgeltrahmenverträge (ERA) eingeführt und in diesem Zuge alle Arbeitsaufgaben, somit auch 'Einfacharbeit' neu bewertet. Der Beitrag informiert über die Zielsetzungen von ERA und mit Schwerpunkt Baden-Württemberg sowie über die Bewertung und Vergütung von Einfacharbeit, hier verstanden als Nicht-Facharbeit, vor und nach ERA. Dabei wird erstens, gestützt auf Daten der Arbeitsbewertung, gezeigt, dass der Anteil von Beschäftigten unterhalb des Niveaus von Facharbeit seit dreißig jahren beständig sinkt. Zweitens wird die These vertreten, dass ERA tarifsystematisch zwar nicht zu einer Verbilligung von 'Einfacharbeit' führt, dieser Effekt gleichwohl nach Ablauf der tariflichen Absicherungen eintreten dürfte, da sich die reale Eingruppierung von der tariflichen Papierlage teilweise erheblich entfernt hatte, d.h. Einfacharbeit höher eingruppiert war." (Autorenreferat, BIBB-Doku)