Beruflichkeit von Bildung: ein Motiv von Bildungswegentscheidungen in der oberen Sekundarstufe in Österreich?

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Österreichs Berufsbildung auf der oberen Sekundarstufe zeichnet sich durch zwei annähernd gleich stark ausgebaute Zweige aus. Neben der dualen Ausbildung gibt es noch zwei vollschulische Berufsbildungswege, von denen einer auch zu einer Reifeprüfung mit allgemeinem Hochschulzugang führt. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit jenen Populationen, die sich grundsätzlich für einen berufsorientierten Weg in der oberen Sekundarstufe entschieden haben (rund 80 Prozent aller Jugendlichen im Bildungssystem) und geht der Frage nach, was den Ausschlag für eine duale bzw. vollzeitschulische Ausbildung gegeben haben mag. Aktuelle empirische Daten aus Österreich zeigen auf, dass die Bildungsabschlüsse der Eltern und damit im Zusammenhang das Einkommen tendenziell sozial reproduziert werden und eine bewusste Entscheidung zwischen unterschiedlichen pädagogischen Modellen von beruflicher Ausbildung demgegenüber als Bildungswahlmotiv in den Hintergrund zu treten scheint. Zwischen dem sozialökonomischen Status der Eltern und der Bildungslaufbahn des Kindes lässt sich demnach ein eindeutiger Zusammenhang feststellen, der auch für die berufliche Sekundarstufe II besteht. (BIBB2)

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