Beruf und Berufsbildung : Situation, Reformperspektiven, Gestaltungsmöglichkeiten

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Beltz

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Weinheim

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Abstract

Ursprung und Wandel, Funktion und Funktionsverlagerung des Berufs und des Berufsbildungssystems sind Thema des Bandes. Die Beiträge sind thematisch nach vier Gesichtspunkten geordnet: Form des Berufs und Diskurs über den Beruf (I), Steuerung der Ausbildung und Reproduktion des Arbeitsvermögens (II), nationale Kontingenz (III) und Bedeutung im Lebenslauf (IV). LANGE, MAYER, KREUTZER und RAHN behandeln das Thema aus historischer Perspektive. Aus der Differenz von Schulsystem und Berufsbildung setzen die Beiträge von Kapitel zwei an. DOBISCHAT/DÜSSELDORF untersuchen die Transformation der Berufsbildung und ihre Probleme in den neuen Bundesländern. Die konkreten Bedingungen, unter denen Betriebe und Individuen ihre Erwartungen aufeinander abstimmen, untersucht STENDER. WEGGE und WEBER rekonstruieren in ihrer Analyse systematisch die Steuerungsformen der Berufsbildung, die zwischen Individuen und Betrieben sowie zwischen Markt und Staat existieren. Im Ergebnis zeigen sie, wie sich Leistungsfähigkeit und Folgeprobleme jeweils verbinden. BACKES- GELLNER analysiert, in welcher Weise die Beziehung zwischen öffentlich institutionalisierter Berufsbildung und privatbetrieblicher Arbeitskräfterekrutierung durch Produkt- und Absatzmarktbeziehungen gesteuert wird. STOOSS wirft mit seinen Daten die Frage nach der Relevanz des Schulsystems im Ausbildungssektor auf. Die Beiträge von DEISSINGER und CLEMENT im dritten Kapitel untersuchen die Kulturbedingtheit der Berufsbildung, gestützt auf einen Vergleich mit angelsächsischen Verhältnissen bzw. auf der Basis sprach- und institutionengeschichtlicher Befunde. In Kapitel vier stehen die Prozesse im Vordergrund, die für die Stabilisierung und andauernde Bedeutung von Beruf und Berufsbildung verantwortlich sind. MÜLLER- JENTSCH fokussiert die Formen korporatistischer Aushandlung im Berufsbildungssystem, EULER die Grenzziehungen und Handlungschancen zwischen den Akteuren der Berufsbildung vor Ort. KONIETZKA sowie HARNEY/GESELBRACHT/ WEISCHET behandeln die Stabilität des Berufs nicht akteurbezogen, sondern im Generationsprozess und für die Weiterbildung. (BIBB2)

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