Zur Lage junger Menschen beim Übergang Schule - Beruf
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Zur Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt gibt es widersprüchliche Nachrichten. Ein rundweg positives Fazit für 2009 zog der 'Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland' ("Ausbildungspakt"), in dem sich die Wirtschaft, Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit zusammengeschlossen haben. Dem widerspricht jedoch der 'Nationale Bildungsbericht'. Sind nun die Klagen der Wirtschaft, die Betriebe fänden keine Bewerber mehr, ein taktisches Manöver, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von einem viel zu geringen Ausbildungsangebot wegzulenken? Oder missachtet der Nationale Bildungsbericht einfach nur die Tatsache, dass es sehr viele Jugendliche an der erforderlichen 'Ausbildungsreife' missen lassen und sie deshalb für die Betriebe auch keine ernsthaften Ausbildungskandidaten sein können? Beides ist Wirklichkeit. Die eine Wirklichkeit ist, dass der demografische Verfall den Ausbildungsmarkt bereits erreicht hat und es für die Betriebe immer schwieriger wird, ihre Lehrstellen zu besetzen. Die andere Wirklichkeit ist, dass noch immer zu viele ausbildungsbereite und -reife Jugendliche ohne Lehrstelle bleiben. Dies bedeutet letztendlich, dass der Wirtschaft auch unterhalb der akademischen Ebene ein eklatanter Fachkräftemangel droht und somit auch diejenigen Jugendlichen gebraucht werden, die bislang ohne Berufsabschluss blieben. (BIBB-Doku)
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