Wege der Beförderung der Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge
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Abstract
Knut Diekmann (DIHKT) erinnert an die historischen Wurzeln, die dazu beitragen, das bis heute die berufliche und die hochschulische Bildung wie zwei unverbundene Säulen nebeneinander stehen. Nach der Beschreibung der damit verbundenen Konsequenzen für Wirtschaft, Gesellschaft und den Einzelnen beleuchtet er das Thema Anrechnung und Durchlässigkeit im Kontext des freien Weiterbildungsmarktes. Sein Fazit, dass hochschulische Abschlüsse für Unternehmen und fortbildungsinteressierte Beschäftigte große Attraktivität genießen, aber diese Höherqualifizierung vom freien Weiterbildungsmarkt nicht offeriert wird, führt ihn zu der Auseinandersetzung mit dem, was hochschulseitig erforderlich ist. Wege aus dem Dilemma sind für ihn der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ohne Zugangsberechtigung als auch den der Anrechnung beruflicher Kompetenzen sowie die Einrichtung berufsbegleitender und weiterführender Studiengänge. Zu den zentralen Voraussetzungen für mehr Durchlässigkeit gehöre auch ein neues Selbstverständnis der Hochschulen. Diese müssten sich aus seiner Sicht von der Fixierung auf die eigenen, institutionalisierten Vorgaben emanzipieren, das klassische Verständnis von Forschung und Lehre überwinden und sich an konkreten und spezialisierten Qualifizierungsbedarf von Arbeitsmarkt und Wirtschaft orientieren. Er regt u.a. an, über die Gründung einer eigenen Hochschule durch Träger der beruflichen Bildung nachzudenken. (BIBB-Doku)