Bestimmungsgründe der Weiterbildungsbereitschaft von Landfrauen : Befunde einer repräsentativen Befragung über Bildungsverhalten und Bildungsabsichten von 1549 landwirtschaftlich tätigen Frauen in der Bundesrepublik Deutschland
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Bonn
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Abstract
"Erfahrungswissen verliert in einer sich wandelnden Gesellschaft zunehmend an Orientierungswert. Diese Erkenntnis findet in der Bundesrepublik, forciert durch den Zwang ökonomischer Veränderung, seit Ende der fünfziger Jahre größere öffentliche Beachtung. 'Lebenslanges Lernen' gewinnt in allen Lebensbereichen an Bedeutung. Dieser Notwendigkeit trägt das Bildungsverhalten der Bevölkerung bisher nur unzureichend Rechnung. Für einen großen Teil der Erwachsenen endet die Beteiligung an organisierten Bildungsprozessen im Jugendalter. Spätere Weiterbildungsabsichten werden nur von einer Minderheit konkretisiert. Diese Tendenz bestätigt auch die Untersuchung des Weiterbildungsverhaltens von Frauen in der Landwirtschaft. Sie steht im Widerspruch zur öffentlichen Forderung nach permanenter Fortbildung und im Kontrast zu der von der Mehrzahl der Landfrauen anerkannten Notwendigkeit steter Weiterbildung. Die Bestimmungsgründe dieser Diskrepanz aus der Perspektive der Nachfrager zu analysieren ist Gegenstand vorliegender Untersuchung. Von einem allgemeinen soziologischen Ansatz aus wird der Versuch unternommen die Bedingungen unterschiedlicher Bildungsbereitschaft herauszuarbeiten und Ansatzpunkte zur Förderung jener Gruppen aufzuzeigen, die bisher kaum am Bildungsangebot partizipierten." (Textauszug, GESIS)