Theorien der Europäisierung: Kritische Bestandsaufnahme und Implikationen für die Bildungsforschung
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164186
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Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage, inwieweit die Gestaltung und Implementation europäischer Politiken zum Wandel nationalstaatlicher Institutionen beitragen und durch welche nationalen Faktoren die Effekte von Europäisierungsprozessen beeinflusst werden können. Ausgangspunkt ist die Frage, ob und inwieweit von einer Europäisierung nationaler Bildungspolitiken gesprochen werden kann und welche Faktoren eine solche Entwicklung begünstigen. Im Vordergrund stehen dabei folgende Fragen: Wie wirken sich die weichen Steuerungsmechanismen des Bologna- und Kopenhagen-Prozesse auf nationale bildungspolitische Strukturen, Regulierungsmuster und politische Prozesse aus? Wie groß ist das Potenzial für einen fundamentalen Wandel nationaler Bildungssysteme? Kommt es zu einer Konvergenz nationaler Bildungspolitiken oder divergieren sie trotz der ähnlichen externen Stimuli? Ausgehend von einem Überblick über unterschiedliche Mechanismen der Europäisierung gehen die Autoren darauf ein, warum die nationalen Rückwirkungen der durch die Bologna- und Kopenhagen-Prozesse ausgelösten transnationalen Kommunikation ähnlich stark sein können wie die Wirkung harter verbindlicher Steuerungsmechanismen. Abschließend werden die nationalen Faktoren diskutiert, die den Grad und die Richtung des Politikwandels auf nationaler Ebene beeinflussen können. (Hrsg., BIBB-Doku)