Neue Qualifikationsanforderungen an der Schnittstelle von einfacher Arbeit und Facharbeit am Beispiel der Elektroindustrie

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Abstract

Der Beitrag beschreibt auf Basis umfangreicher Studien aus der Elektrobranche Veränderungen der Qualifikationsanforderungen an der Schnittstelle von einfacher Arbeit zur Facharbeit. Beobachtbar ist, dass auch im Bereich der einfachen Arbeit die Anforderungen immer komplexer werden und Kompetenzen erfordern, die vor wenigen Jahren noch untypisch für diese Tätigkeiten waren. Diese Veränderungen zeigen sich, wenn betriebliche Arbeitssysteme nicht nur auf der Ebene des Berufsbildungssystems und formaler Qualifikationen betrachtet, sondern die Tätigkeiten und Tätigkeitsanforderungen an den Arbeitsplätzen selbst in die Untersuchung einbezogen werden. Gleichermaßen lassen sich für die klassischen Facharbeitertätigkeiten im Zuge der Neuorganisation von Arbeit Prozesse der Differenzierung der Qualifikationsanforderungen beobachten, die als neue Ansätze der Segmentierung innerhalb bestehender Qualifikationsniveaus gesehen werden und die die Berufsbildung vor neue Herausforderungen stellen. Die Untersuchungen machen deutlich, dass Ausbildungsgänge erforderlich sind, die auch unterhalb des Facharbeiterniveaus die Grundlagen für die Bewältigung komplexer Aufgaben vermitteln und vielfältige Anschluss- und Aufbaumöglichkeiten an weiterführende Ausbildungsgänge eröffnen. (Hrsg., BIBB-Doku)

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