Die relative Bedeutsamkeit von Schulqualifikationen bei der Lehrstellenvergabe in kleineren Betrieben
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132303
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Abstract
Der Autor beschreibt anhand von Daten aus der Schweiz die Bedeutung schulischer Qualifikationen für eine erfolgreiche Lehrstellensuche aus der Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen. Damit wurde ein Perspektivenwechsel von der Schule in die Betriebe angestrebt, um zum einen die Übergangsprobleme vieler Jugendlicher jenseits möglicher schulischer Defizite besser zu verstehen. Zum anderen geraten Ausbildungsbetriebe als selektierende Akteure in den Fokus der Analyse. In der Untersuchung "Lehrlingsselektion in KMU" wurde die Bedeutsamkeit schulischer Qualifikationen (Schulniveau, Schulnoten, Betragensnoten) bei der Lehrstellenvergabe untersucht. Grundlage waren Experteninterviews zur betriebsüblichen Selektionspraxis. Die Befunde zeigen unterschiedliche Selektionslogiken in Schulen und Betrieben. Zugeschriebene schulische und sprachliche Leistungsmängel sind für die betriebliche Entscheidung gegen ausländische Bewerber eher als kostengünstige Legitimationsressourcen denn als tatsächliche Selektionskriterien wirksam. Ihr betrieblicher Ausschluss dürfte jenseits individueller Leistungsvariablen durch anderweitige Produktivitätsannahmen bedingt sein. Der angenommene starke Zusammenhang von Schulabschluss und Lehrstellenchancen lässt sich für die Schweiz empirisch nicht überzeugend belegen (BIBB-Doku)