Entwicklung des Nachfragepotenzials nach dualer Berufsausbildung bis 2020
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Abstract
Wie viele Jugendliche können in den kommenden Jahren überhaupt noch für einen Ausbildungsplatz im dualen System gewonnen werden? Die Autoren gehen dieser Frage nach und berechnen die Entwicklung des Nachfragepotenzials für West- und Ostdeutschland bis zum Jahr 2020. Unter Nachfrage verstehen sie in diesem Zusammenhang das Interesse der Jugendlichen an betrieblicher Berufsausbildung. Die Schätzergebnisse für den Zeitraum bis 2020 verweisen auf die wachsenden Schwierigkeiten, die Betriebe in Zukunft bei der Rekrutierung von Auszubildenden drohen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der Bewerbungen noch deutlich stärker sinken wird als das Nachfragepotenzial selbst. Erschwerend für die Rekrutierung kommt hinzu, dass durch den Wandel der Arbeitswelt die Ansprüche an die Beschäftigten wachsen und damit gleichsam die Anforderungen in den Ausbildungsberufen des dualen Systems. Dieser Tatbestand wirkt sich besonders auf die Chancen von Leistungsschwächeren aus, die sich um einen betrieblichen Ausbildungsplatz bemühen. Neben der quantitativen Verschärfung der Marktverhältnisse aufgrund der demografischen Entwicklung tritt somit eine qualitative Verschärfung in Folge des Wandels der Arbeitswelt hinzu. Für 2009 ist eine Revision der Potenzialschätzung geplant. Dabei werden auch konzeptionelle Verbesserungen der Potenzialberechnungen überprüft. Gleichwohl wird sich auch bei einer Revision der Daten ihre grundlegende Botschaft nicht ändern: Das Potenzial zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses wird kleiner. (BIBB-Doku)