Berufliche Weiterbildung für "Geringqualifizierte" : (Fehl-)Investitionen in Humankapital mit unzureichenden Renditeerwartungen?
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154828
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Abstract
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der einen enormen Mangel an Fachkräften erwarten lässt, wird die berufliche Weiterbildung von Geringqualifizierten an Bedeutung gewinnen. Der Autor unternimmt zunächst das "mühsame Unterfangen", die Zielgruppe "Geringqualifizierte" zu definieren, um in der Folge anschaulich darzulegen, wie die "Produktion" dieser angeblich so bildungsfernen Gruppe im bundesdeutschen Bildungssystem erfolgt. Anschaulich zeigt er Möglichkeiten und Grenzen der beruflichen Weiterbildung für Geringqualifizierte auf. Beispiele gelungener Weiterbildung zeigen, dass ein allein auf die Vermittlung von Handlungswissen setzender Ansatz nicht ausreichend ist. Die Nutzenerwartung scheint umso eher einlösbar zu sein, je stärker Lernen mit Arbeit gekoppelt wird bzw. Lernanlässe aus den konkreten Anforderungen in der Erwerbsarbeit resultieren. In seinem Fazit verweist der Autor auf den notwendigen Wandel der staatlichen Arbeitsmarktpolitik bei der Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen hin. Aber auch die berufliche Weiterbildung sei gefordert, für diese Zielgruppe neue Konzepte zu entwickeln. (BIBB-Doku)