Von der Koedukation zur Koinstruktion : ein Weg zur Förderung der Mädchen im naturwissenschaftlichen Unterricht
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101166
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Abstract
Der Beitrag setzt sich kritisch auseinander mit Begründungsansätzen für die Benachteiligung der Mädchen im koedukativen naturwissenshaftlichen Unterricht und mit den Vorschlägen und Bemühungen, die zum Ziel haben, die Naturwissenschaften für die Mädchen besser zugänglich zu machen. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es nicht ausreichend oder sogar falsch ist, bei der Anschaulichkeit und bei der Anwendbarkeit des Stoffs anzusetzen, dass es vielmehr darauf ankommt, die Kommunikationsbedingungen des Unterrichts zu verbessern. "Unter der fehlenden oder mangelhaften kommunikativen Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer naturwissenschaftlicher Fächer leiden die Schülerinnen offensichtlich mehr als die Schüler. Die Haltung der Sprachlosigkeit wird verstärkt von einer verfehlten Wissenschaftstheorie, die Wissen auf Logik und Experiment reduziert und die erkenntnistheoretische Bedeutung der argumentativen Auseinandersetzung ausblendet." (IAB2) Der Autor sucht zunächst nach Gründen für die Ablehnung naturwissenschaftlicher Fächer und Berufe durch Mädchen. Um das Interesse der Mädchen an naturwissenschaftlichem Unterricht zu verstärken, fordert der Autor dazu auf, die Kommunikation im Unterricht zu fördern.