Berufliche Bildung im Labyrinth des pädagogischen Zwischenraums : Von Eingängen, Ausgängen, Abgängen - und von Übergängen, die keine sind
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135004
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Abstract
"Die Befunde zur Evaluation des hessischen BGJ dokumentieren, dass zwischenzeitlich mit rund 40 % eine erhebliche Zahl Jugendlicher relativ dauerhaft im "Zwischenraum" Übergangssystem verbleibt, um danach in Maßnahmekarrieren der Arbeitsverwaltung erneut auf weiteren Irrwegen Schleifen zu drehen. Insgesamt belegt die Evaluation des hessischen BGJ deutlich, "dass die mit dem BGJ verbundenen berufsbildungspolitischen Zielsetzungen auf breiter Ebene nicht erreicht werden konnten - abgesehen von einem einzigen Ausbildungsberuf, nämlich dem Tischler/der Tischlerin. Dass auch die Modifikationen, die in der hessischen Verordnung mit Blick auf die bekannten Probleme mangelhafter Akzeptanz in der Wirtschaft (mehr verbindliche Praktikumsanteile, curriculare Anpassungen etc.) daran ganz offenbar nichts ändern konnten, belegt deutlich, dass hier ein externes Strukturproblem vorliegt, welches cum grano salis für alle Schulformen des so genannten Übergangssystems gilt: Dieses Strukturproblem ist nicht im BGJ selbst begründet, sondern in der Perspektive, des es durch seinen berufsorientierenden und berufsvorbereitenden Charakter vermitteln soll. Diese Perspektive gleicht einem Tunnelblick auf das Duale System, insofern ein als erfolgreich definierter Übergang genau dann erreicht wird, wenn er nahtlos in dieses Segment des Berufsbildungssystems führt." Der Beitrag stellt die Probleme des Übergangs dar, die ursprüngliche Zielsetzung und den aktuellen Kontext des Berufsgrundbildungsjahres, betrachtet zentrale Befunde der Evaluation des hessischen BGJ und zeigt abschließend denkbare Konsequenzen auf. (Autorenreferat, BIBB-Doku)