Die Organisation gesellschaftlicher Arbeit in der Neuen Arbeitsgesellschaft
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Bonn
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Abstract
Der Autor skizziert das Paradigma einer neuen Arbeitsgesellschaft. Technische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen erzeugen Veränderungsdruck auf die alte, industriell geprägte Erwerbsgesellschaft mit ihrem strikt regulierten Raum- und Zeitregime. Die durchaus vorhandene gesellschaftliche Arbeit kann nicht mehr in ausreichendem Umfang in bezahlte Erwerbsarbeit transformiert werden. Die Organisation gesellschaftlicher Arbeit ist dysfunktional geworden. Das bedeutet weder das Ende der alten Arbeitsgesellschaft noch das Ende der Erwerbsgesellschaft, aber einen tiefgreifenden Einschnitt in der sozialen Raum- und Zeiteinteilung. In der neuen Arbeitsgesellschaft ist Gestaltung das zentrale Paradigma, Kooperation und Selbstorganisation sind die tragenden Gestaltungsprinzipien. Damit verbundene Ambivalenzen der neuen Organisationsformen werden aufgezeigt: einerseits steigende Möglichkeiten der Selbstorganisation und individuellen Verwendung von Lebenszeit, andererseits neue Zwänge zu Leistungsfähigkeit und Marktrisiko und damit vermehrte Risiken des Scheiterns. (BIBB2)